Debian OpenVZ

Aus Wiki
Version vom 3. November 2009, 20:12 Uhr von Erich (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: ==Einleitung== OpenVZ erstellt mehrere isolierte, sichere virtuelle Umgebungen (Virtual Environments, kurz VEs) auf einem einzigen physischem Server, sorgt so für eine...)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Einleitung

OpenVZ erstellt mehrere isolierte, sichere virtuelle Umgebungen (Virtual Environments, kurz VEs) auf einem einzigen physischem Server, sorgt so für eine bessere Serverausnutzung und stellt sicher, dass Programme (Applikationen) nicht miteinander in Konflikt geraten. Jede VE arbeitet und verhält sich genau wie ein eigenständiger Server; VEs können unabhängig voneinander neu gestartet werden und haben Root-Zugriff, Benutzer, IP-Adressen, Speicher, Prozesse, Dateien, Programme, Systembibliotheken und Konfigurationsdateien.

Im Vergleich zu Virtuellen Maschinen von VMware bzw Virtualbox oder zu Para-Virtualisierungstechnologien wie Xen bietet OpenVZ weniger Flexibilität, was die Auswahl von Gast-Betriebssystemen betrifft: sowohl Gast- als auch Host-Betriebssystem muss Linux sein (obwohl verschiedene Linux-Distributionen in verschiedenen VEs eingesetzt werden können). Andererseits bietet die Technologie von OpenVZ bessere Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit, dynamische Ressourcenverwaltung und einfachere Administration. Laut der OpenVZ-Website (www.openvz.org) beträgt der Virtualisierungsaufwand nur 1–3 % der gesamten Systemleistung.

OpenVZ ist Basis von Virtuozzo, des kommerziellen Produkts aus dem Hause Parallels (ehem. SWsoft Inc.). OpenVZ ist unter der GPL Version 2 lizenziert.

OpenVZ besteht aus Kernel und Werkzeugen auf Benutzerebene.

Für weitere Details zu OpenVZ siehe http://de.wikipedia.org/wiki/OpenVZ


Installation OpenVZ

32Bit-Linux:

apt-get install linux-image-openvz-686

64Bit-Linux:

apt-get install linux-image-openvz-amd64

OpenVZ-Tools:

apt-get install vzctl vzquota

Sysctl anpassen, um Netzwerkzugriff für die VE's zu ermöglichen:

vi /etc/sysctl.conf

Folgende Einstellungen vornehmen (teilweise Optionen ändern und teilweise neu einfügen):

[...]
net.ipv4.conf.all.rp_filter=1
net.ipv4.icmp_echo_ignore_broadcasts=1
net.ipv4.conf.default.forwarding=1
net.ipv4.conf.default.proxy_arp = 0
net.ipv4.ip_forward=1
kernel.sysrq = 1
net.ipv4.conf.default.send_redirects = 1
net.ipv4.conf.all.send_redirects = 0
net.ipv4.conf.eth0.proxy_arp=1
[...] 

Nach dem Ändern des Konfigfiles, die Änderungen übernehmen:

sysctl -p 

Server neustarten:

reboot

Nach dem Reboot:

uname -r

Die angezeigte Kernelversion muss openvz enthalten z.B. 64Bit:

2.6.26-2-openvz-amd64

bzw. 32Bit Kernel:

2.6.26-2-openvz-686


Installation WebVZ

WebVZ ist eine webbasierte Konfigurations- und Managementoberfläche, die via Webbrowser bedient wird. WebVZ benötigt die Scriptsprache Ruby on Rails.

apt-get install ruby rubygems libsqlite3-ruby sqlite3 irb1.8 libopenssl-ruby1.8 libreadline-ruby1.8 rdoc1.8
gem install -v=2.1.0 rails

Download von WebVZ:

cd /usr/local
wget http://dfn.dl.sourceforge.net/sourceforge/webvz/webvz.2.0.tar.gz
tar xvfz webvz.2.0.tar.gz
mv webvz.2.0 webvz
cd webvz

WebVZ benötigt noch einige Tools und Directories an bestimmten Stellen im Dateisystem, die mittels symbolischer Links angelegt werden:

ln -s /var/lib/vz /vz
ln -s /usr/bin/irb1.8 /usr/bin/irb
mkdir /etc/sysconfig
ln -s /etc/vz/conf /etc/sysconfig/vz-scripts 

Startscript:

In Arbeit